
Niko Abramidis &NE, Cryptic Machine Prototype N4, 2020/2023
2020
- Medium
- Steel, pinpad, LED tubes, LCD screen and video loop (01:00 min)
- Dimensions
- 125 × 230 cm
- Status
- In Gallery Collection
- Collect24 Art ID
- C24-156025
Wie zur strategischen Unternehmenssteuerung hängen großflächige, maschinenartige Werke aus Niko Abramidis &NEs 2018 begonnener Serie der Cryptic Machine Prototypes an den Wänden. Die rohen Stahloberflächen, aus deren Öffnungen farbiges Licht hervortritt, sowie Symbole, Bildschirme und PIN-Pads, geben Hinweise auf mögliche Funktionen als Automaten oder Steuerungselemente, deren Funktionalität verschwunden oder zumindest nicht mehr verständlich ist. Die integrierten Videos spielen dabei mit der Ästhetik von Imagefilmen möglicherweise längst insolventer Banken und Unternehmen. Die Naturaufnahmen, die durch Einblendungen von Programmsequenzen durchbrochen werden, erinnern an Greenwashing-Kampagnen großer Unternehmen. In den Cryptic Machine Prototypes scheinen Symboliken und Technologien unterschiedlicher Zeiten aufeinander zu treffen, die eine Archäologie der Zukunft bilden, die nicht eindeutig dechiffrierbar ist. Mit ironischem Blick entwirft Abramidis &NE Prototypen von Maschinen, die aus einer anderen Zeit zu kommen scheinen und setzt sie mit archäologischer Patina in die Gegenwart. Der Künstler verzerrt mit diesen Arbeiten nachvollziehbare Zeithorizonte und verweist somit auf Wirtschaftsprozesse unserer Gegenwart, die durch ihre Komplexität undurchdringbar geworden sind. In die stählerne Oberfläche von Cryptic Machine Prototype N4 (2020) sind verschiedene Chiffren geschnitten, die in der Symbolsprache von Niko Abramidis &NE stets wiederkehren, beispielsweise drei übereinandergesetzte Dreiecke, die gleichzeitig Pyramiden und nach oben gerichtete Pfeile andeuten. Der griechische Buchstabe ∑ (Sigma), der als Summenzeichen bekannt ist, ebenso wie ein Ausgabeschlitz unterhalb des Bildschirms, aus dem blaues Licht dringt, erwecken den Anschein eines Geldautomaten. Verstärkt wird der Eindruck durch den blauen Farbakzent oberhalb des Bildschirms, der an spiegelnde Oberflächen gläserner Firmenarchitekturen und Wolkenkratzer denken lässt, in denen sich der Himmel abzeichnet. Im Gegensatz zu den exakt gelaserten Symbolen stehen die handgeschweißten Zeichen an der unteren Kante, die einerseits wie eine unverständlich gewordene Markierung, andererseits wie ein Hinweis oder ein Kommentar gesehen werden können. Diese Form des Schweißbrenner-Zeichens hat der Künstler von New Yorker Bauarbeitern inspiriert übernommen, die diese beim schnellen Ausbessern von Straßenschäden auf den verwendeten Stahlplatten als Markierungen hinterlassen.
Registered on Collect24
The identity of the collector is never published. Purchase information, documents and the exact location of the artwork remain private.
Record from a public source
This record was created from publicly available information on max goelitz’s own website. The gallery does not manage this listing yet. If you work at max goelitz, claim the profile to manage this work — its images, details, availability and provenance.
Claim this galleryAuction history
Public sale records matched to this work. Ownership is never disclosed.
Loading sale records…

