
Runde Spülkumme Modell 122 (glatt)
1770
- Medium
- Porzellan, polychrom bemalt, vergoldet
- Status
- In Museum Collection
- Collect24 Art ID
- C24-322250
Das 18.Jahrhundert ist besonders reich an neuen Geschirrerfindungen. Blumen- und Duftgefäße zierten die Räume. Deckelterrinen, Saucièren, und Aufsätze für Gewürze bereicherten die Tafel. Insbesondere kam Geschirr für die „drei warmen Lustgetränke“ Tee, Kaffee und Schokolade in Mode. Tee wurde am Tisch aufgebrüht, weshalb Teedosen und Kummen - Schalen zum Ausspülen der Tassen - zu jedem Teeservice gehörten. Die kleinen henkellosen Tassen, Koppchen genannt, übernahm man aus China, ebenso die Form der Teekannen. Kaffee erforderte dagegen eine Kanne mit hoch angesetztem Ausguß, die den Bodensatz zurückhielt. Für Schokolade, die besonders heiß serviert und vor dem Eingießen mit dem Quirl umgerührt wurde, erfand man eine völlig neue, zylindrische Kanne. Hohe Tassen, meist mit zwei Henkeln, sollten die Wärme besser bewahren. Der Bemalung liegt ein Stich von Nicolas Henri Tardieu nach dem Gemälde „Les Champs Elisées“ von Antoine Watteau zugrunde. [Dr. Sabine Hesse] Die Erfassung dieses Objekts wurde durch die Deutsche Digitale Bibliothek im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) geförderten Programms NEUSTART KULTUR ermöglicht.
Provenance
Landesmuseum Württemberg · CC BY via museum-digital
Registry history
- 1770 — Recorded in the collection of Landesmuseum Württemberg
Registered on Collect24
The identity of the collector is never published. Purchase information, documents and the exact location of the artwork remain private.
Ownership not yet verified on Collect24
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